WegebAU Allgemein / Begriffe

Hinter der Abkürzung WeGebAU versteckt sich ein Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit. Ursprünglich im Jahr 2006 aufgelegt wird über die „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ die berufliche Weiterbildung von Arbeitnehmern begleitet und unterstützt.
Eine WeGebAU-Qualifizierung ähnelt dem „klassischen“ Bildungsgutschein von Bundesagentur und JobCenter, aber Teilnehmer sind weiterhin in Arbeit. Arbeitgeber erhalten einen Zuschuss zu den Kosten der Weiterbildung und zum Entgelt, und auch Fahrtkosten und Unterkünfte bei überregionalen Maßnahmen werden mitfinanziert.
Zum Jahr 2019 wird das Programm im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes deutlich aufgewertet. Wurden bislang z.B. nur kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, so können nun auch große Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern fördern lassen, um z.B. Hilfskräfte gezielt weiterzuentwickeln und deren Stellen zu sichern.
Die W.S. Werkstoff Service GmbH ist AZAV-zertifizierter Bildungsträger und schult seit über 10 Jahren in Kooperation mit der Arbeitsagentur – und von Anfang an auch gemeinsam mit Arbeitgebern. Gerne begleiten wir Sie bei Fragen zu WeGebAU – ganz gleich ob als Bewerber, als Angestellte oder Personalverantwortliche in Unternehmen.

Das ist der Alternativtext

WeGebAU – ein Fördermittel für die Weiterbildung

Die Ziele von WeGebAU haben sich über die Jahre immer weiterentwickelt. In der Startphase ab 2006 ging es vor allem darum, die Arbeitsstellen der namensgebenden Gruppen der älteren und geringqualifizierten Beschäftigten durch Weiterbildung zu sichern. Mit der Zeit wurde das Programm zunehmend zur allgemeinen Fachkräftesicherung genutzt – so konnten seit April 2012 zum Beispiel auch jüngere Mitarbeiter gefördert werden, bei entsprechender Beteiligung des Arbeitgebers.
Bedingt durch die demographische Entwicklung und den Fachkräftemangel wurde WeGebAU im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes ab 01.01.2019 noch einmal deutlich aufgewertet. Wurden früher beispielsweise nur KMUs unterstützt – kleine und mittlere Betriebe bis maximal 249 Mitarbeiter – so können nun auch große Unternehmen über 250 bzw. über 2.500 MA eine Unterstützung erhalten.
Seinen Wurzeln ist das Programm aber treu geblieben: der Aufbau von gering qualifizierten und älteren Mitarbeitern wird am stärksten unterstützt. Wird zum Beispiel im Rahmen einer Teilqualifizierung, Umschulung oder Externenprüfung qualifiziert, so werden bis zu 100% der Lehrgangskosten und bis zu 100% des Entgeltes von der Bundesagentur übernommen. Und auch Mitarbeiter über 45 erhalten deutlich höhere Fördermengen.

Mit einer WeGebAU Förderung eine Weiterbildung oder Qualifizierung machen

Die Förderkonditionen für die Qualifizierung von Beschäftigten sind nicht selbsterklärend, und unter anderem von der Unternehmensgröße, dem Ausbildungsstand und dem Alter der Mitarbeiter abhängig. Exemplarisch sollen daher die Möglichkeiten vorgestellt werden (Stand 01/2019):

  • Beispiel 1
    Mitarbeiter: Hilfsarbeiter im Lager, 35 Jahre alt, kein (verwertbarer) Berufsabschluss
    Arbeitgeber: Mittelständischer Betrieb mit 200 MA
    Ziel: Besuch mehrerer Teilqualifikationen, anschließend Externenprüfung als Werkstoffprüfer

Förderumfang: 100% der Lehrgangskosten und 100% des Arbeitsentgeltes in den Phasen der Qualifizierung. Als ungelernte Kraft ist die Sicherung der Stelle und die Weiterentwicklung entsprechend wichtig, und wird vollständig von der Bundesagentur unterstützt.

  • Beispiel 2
    Mitarbeiter: Industriemechanikerin, 28 Jahre alt, in der Produktion
    Arbeitgeber: Großbetrieb mit 4.000 MA
    Ziel: Qualifizierung für den Wechsel in die Werkstoffprüfung auf eigenen Wunsch, und um entsprechenden Bedarf des Arbeitgebers zu decken

Förderumfang: 15% der Lehrgangskosten (20% bei Tarifvertrag) und bis zu 25% des Arbeitsentgeltes. Da es sich um eine Fachkraft handelt ist der Arbeitgeber mit in der Pflicht – erhält aber dennoch Unterstützung um die Stelle auch langfristig zu sichern, auch trotz der Unternehmensgröße

Anmerkung: In dieser Form (bedingt durch Unternehmensgröße) erst seit 2019 förderfähig!

  • Beispiel 3:
    Mitarbeiter: Schlosser, 50 Jahre alt, Warenausgang, Bandscheibenvorfall
    Arbeitgeber: Kleinstunternehmen mit 8 MA
    Ziel: Qualifizierung für alters- und leidensgerechte Tätigkeit im Betrieb mit modernen Prüfverfahren

Förderumfang: 100% der Lehrgangs- und Entgeltkosten. Auch wenn es sich nicht um eine Maßnahme zum Erwerb des Berufsabschlusses handelt wird die Qualifizierung voll unterstützt – sowohl wegen der Betriebsgröße <10 MA, als auch wegen des Alters des MA (>45 Jahre)

Die WeGebAU Förderungen können vielfälltig eingesetzt werden

Die W.S. Werkstoff Service GmbH begleitet Sie gern rund um eine mögliche Qualifizierung mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit. Ganz gleich ob als Privatperson (Bewerber oder Angestellt) oder als Betrieb (Neueinstellung oder Weiterentwicklung von vorhandenem Personal) – wir beraten Sie gern.
Wir schulen seit 2008 mit Zulassung durch die Bundesagentur für Arbeit, und verfügen über langjährige Kompetenz nicht nur in der Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung, sondern auch in deren Vermittlung. Unser Angebot reicht von Fachseminaren für Experten und (angehende) Führungskräfte über Qualifizierungen für die berufliche Weiterentwicklung in der Materialprüfung  (Metall) bis hin zur kompletten Umschulung Werkstoffprüfer/in mit IHK-Abschluss.
Gerne besuchen wir Sie vor Ort oder laden Sie ein, unser Angebot in Essen kennenzulernen.
Sprechen Sie uns dazu einfach an! Und natürlich beraten wir auch gemeinsam mit Ihrem Ansprechpartner der Arbeitsagentur an einem Tisch auf der Suche nach der bestmöglichen Qualifizierung.

Wir sind Experten für metallische Werkstoffe – und für Ausbildung.

Unsere Ansprechpartner bearten Sie gern, wie man eine WeGebAU Förderung in der Materialprüfung oder Werkstofftechnik verwenden und beantragen kann

! Was Wir nicht können !

Wir, die W.S. Werkstoff Service GmbH können nur zu WeGebAU im Bereich der Material- und Werkstoffprüfung (Metall) Auskunft geben. Zu allen anderen Branchen, Berufen, sowie Fort- und Weiterbildungen in anderen Bereichen können und dürfen wir keine Auskünfte erteilen. Bitte sehen Sie auch von Anrufen oder E-Mails ab, sofern Sie nicht die Material- und Werkstoffprüfung (Metall) betreffen. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich auf anderen Webseiten

Wegebau aus Unternehmer Sicht

Einen interessanten Artikel zum Thema WeGebAU veröffentliche die Dutsche Handwerkszeitung Ende 2018, und verwies schon damals auf die vielen Vorzüge, die sich aus dem neuen Qualifizierungschancengesetz ergeben. Besonders interessant aus Unternehmersicht.

PDF: Was man über Wegebau alles mussen muss

Da bleibt keine Frage offen: Ein 24seitiges PDF der Bundesagentur für Arbeit, des DGB, und des deutschen Arbeitgeberverbandes fasst kompakt alle Fakten, einige Fallbeispiele, rechtliche Informationen, sowie Kontakt- & Ansprechpartner Adressen zusammen.